Ländlicher Raum

Mehr als die Hälfte der Menschen lebt inzwischen in Städten. Dabei handelt es sich um eine der am meisten missbrauchten Statistiken überhaupt. Sie hat dazu geführt, dass unser Blick auf die Welt städtisch geprägt ist. Übersehen wird, was die Ländlichen Räume den Menschen zur Verfügung stellen: Saubere Luft, Trinkwasser und Nahrungsmittel, Artenvielfalt und gesundheitliche Erholung. Wenn die Ländlichen Räume überhaupt mal wahrgenommen werden, dann als Gebiete, aus denen die Menschen wegziehen. Warum also dort noch Mühen und Kosten investieren?

Wir Freien Demokraten sehen das anders. Wir sehen einen Chancenraum mit großen Potentialen, die vor allem durch die Digitalisierung gehoben werden können. Die Landwirte machen es uns schon vor. Kaum ein Branche ist so smart und modern wie die unserer Ernährer.

Ländliche Räume sind Chancenräume

Ländliche Räume sind liberaler als viele denken. Liberal in dem Sinne, dass die Landbevölkerung nicht nach dem Staat ruft, sondern selbst anpackt. Die unzähligen Freiwilligen Feuerwehren sind das beste Beispiel. Die Menschen im Ländlichen Raum sind echte Unternehmer, sie wollen handeln und gestalten können.

Sie haben es sicher schon gemerkt: Ich spreche von Ländlichen Räumen im Plural. Jeder ländliche Raum ist besonders. Es ist genau diese Vielfältigkeit die zentrale Entwicklungspläne von oben von selbst verbietet. Die Ländlichen Räume müssen von unten wachsen! Dafür brauchen sie kommunale Autonomie und Freiräume. Tatsächlich sind sie aber im besonderen Maße von Überregulierung betroffen.
Ich fordere daher:

– weniger Bürokratie

– mehr Subsidiarität

– bessere Rahmenbedingungen für Unternehmertum